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„Helfer vor Ort“ müssen erneut pausieren

Gefährdungspotenzial für DRK-Teams zu hoch:

HVO Knittlingen

"Ich muss leider in der Garage bleiben"

Pforzheim/Enzkreis 11.12.2020. Aufgrund der immer noch steigenden Inzidenzwerte der Coronainfektionen im Enzkreis werden die „Helfer-vor-Ort“-Gruppen (HvO) der DRK-Ortsvereine ihre Arbeit ab diesem Wochenende vorläufig aussetzen. „Wir sehen uns wegen der hohen Fallzahlen gezwungen, erneut eine Pause in diesem Bereich einzulegen“, sagt Prof.Dr. Wolfgang Kramer, Präsident des hiesigen Kreisverbandes und Landesarzt des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg.
Er betont jedoch, dass der Bevölkerung dadurch keine medizinische Unterversorgung drohe, da der hauptamtliche Rettungsdienst nach wie vor rund um die Uhr einsatzbereit sei.
„Der Schutz unserer Ehrenamtlichen ist uns sehr wichtig, und das Gefährdungspotenzial ist derzeit einfach zu hoch. Daher bitten wir die Bevölkerung um Verständnis für diese Entscheidung“, sagt DRK-Kreisbereitschaftsleiter Dominique Krueger. Bereits von Mitte März bis Mitte Juli hatte es eine Pause der HvO-Arbeit gegeben. Dies war unter anderem deshalb erforderlich, um entsprechende Schutzausrüstung anschaffen und die Ehrenamtlichen bezüglich der erweiterten Hygienemaßnahme weiterbilden zu können.
In der im Juli herausgegebenen Dienstanweisung haben die HvO-Gruppen ähnliche Auflagen erhalten wie der hauptamtliche Rettungsdienst. Nur wer diese erfüllen konnte – das waren zuletzt lediglich fünf von 22 Ersthelfer-Teams - wurde der Integrierten Leitstelle als einsatzbereit gemeldet und wieder alarmiert.
Zu den Voraussetzungen zählen nach Angaben der Kreisbereitschaftsleiter Dominique Krueger und Martina Haller unter anderem entsprechende Schutzmasken, die Desinfektion des Fahrzeuges nach einem Einsatz, der Wechsel und entsprechende Reinigung der Einsatzkleidung und noch vieles mehr – alles gemäß den geltenden Hygienerichtlinien nach RKI und den umfangreichen Vorgaben seitens des DRK-Landesverbandes. Zudem gab es fürs aktive Mitwirken als HvO die Altershöchstgrenze von 60 Jahren und der Ausschluss von verschiedenen Erkrankungen – alles zum Schutz der Ehrenamtlichen.

15. Dezember 2020 21:15 Uhr. Alter: 223 Tage

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